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Quick Tips: Fünf Strategien für Konsistente Due Diligence

Geschrieben von Lukas Pfahlsberger | 07.01.2025 08:00:00

In der hektischen Geschäftswelt von heute sind Produktionsengpässe und eine inkonsistente Due Diligence echte Hemmschuhe für Entscheidungen, Risikomanagement und Produktivität. Für Führungskräfte, die die Produktionseffizienz steigern wollen, ist ein einheitlicher Due Diligence-Prozess entscheidend – so können Risiken zuverlässig eingeschätzt, Partnerschaften bewertet und reibungslose Abläufe sichergestellt werden. Läuft die Due Diligence aber inkonsistent, häufen sich schnell Versäumnisse, Verzögerungen und mögliche Compliance-Probleme an.

Mit den folgenden fünf Strategien kannst du sicherstellen, dass deine Due Diligence standardisiert, skalierbar und anpassungsfähig bleibt. Dieser Leitfaden hilft dir dabei, die Due Diligence so zu strukturieren, dass Engpässe vermieden und die Qualität der Entscheidungsgrundlagen erhöht wird.

1. Eine standardisierte Due Diligence-Checkliste für zuverlässige Ergebnisse erstellen

Eine der effektivsten Methoden, um Engpässe in der Due Diligence zu reduzieren, ist eine standardisierte Checkliste. So wird sichergestellt, dass alle Bereiche – von der finanziellen Gesundheit über regulatorische Compliance bis zur operativen Leistungsfähigkeit – konsequent geprüft werden. Diese Struktur kann Prozesse erheblich beschleunigen und die Produktionseffizienz verbessern.

Beispiel: Eine Checkliste für eine Akquisitions-Due Diligence könnte Punkte wie „Prüfung der Finanzberichte der letzten drei Jahre“, „Überprüfung laufender Rechtsstreitigkeiten“ oder „Analyse der operativen Ausrichtung im Hinblick auf aktuelle Unternehmensziele“ enthalten. Die Checkliste reduziert die Zeit, die durch wiederholte Entscheidungsfindung verloren geht, und bietet dem Team klare Anweisungen.

Tipp: Aktualisiere die Checkliste regelmäßig, um auf Branchenveränderungen und neue regulatorische Anforderungen zu reagieren. Eine standardisierte Liste sorgt dafür, dass dein Team fokussiert bleibt und keine wichtigen Punkte übersehen werden.

2. Rollen und Verantwortlichkeiten klar definieren

 

Ein weiterer häufiger Engpass entsteht durch unklare Rollenverteilungen. Sind die Verantwortlichkeiten im Team nicht klar geregelt, werden Aufgaben womöglich doppelt erledigt oder wichtige Aspekte der Due Diligence bleiben liegen. Um den Durchsatz zu steigern und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, ist es entscheidend, im Due Diligence-Prozess konkrete Zuständigkeiten zu vergeben.

Beispiel: Bei einer Akquisition kann ein Finanzanalyst die Finanzprüfung übernehmen, während ein Compliance Officer die juristische Due Diligence durchführt und ein Operations Manager die logistische Passung beurteilt. Diese Struktur minimiert Lücken und reduziert Zeitverluste durch unnötige Wiederholungen, was zu einem effizienteren Ablauf führt.

Tipp: Kläre die Rollen und Verantwortlichkeiten frühzeitig, sodass alle Beteiligten wissen, welchen Beitrag sie leisten sollen. Dies fördert nicht nur Effizienz, sondern auch Verantwortungsbewusstsein – was die Nachverfolgung und das Management der einzelnen Due Diligence-Phasen erheblich erleichtert

3. Sorgfältige Dokumentation der bisherigen Due Diligence-Entscheidungen

Ein umfassendes Archiv früherer Due Diligence-Entscheidungen zu führen, erspart es Organisationen, das Rad bei jedem neuen Projekt neu zu erfinden. Diese Dokumentation hilft, Engpässe zu reduzieren und den Durchsatz zu erhöhen, indem frühere Entscheidungen als Orientierung für künftige Evaluierungen dienen. Besonders bei ähnlichen Projekten oder in denselben Branchen sorgt dies für eine konsistente und zuverlässige Vorgehensweise.

Beispiel: Ein Unternehmen, das regelmäßig andere Firmen übernimmt, könnte seine Akquisitionsprojekte dokumentieren – mit Risikofaktoren, rechtlichen Überlegungen und finanziellen Erkenntnissen. Ein zentrales Repository mit diesen Informationen macht es dem Team leichter, schnell auf relevante Daten zurückzugreifen und so auch zukünftige Bewertungen effizienter durchzuführen.

Tipp: Bewahre diese Dokumente gut organisiert und zentral zugänglich auf. Mit der Zeit wird dieses Archiv zu einer wertvollen Wissensquelle, die deinem Team hilft, sich schnell einzuarbeiten und doppelte Aufgaben zu vermeiden.

4. Regelmäßige Review-Points festlegen

Komplexe Due Diligence-Prozesse können leicht zu Verzögerungen führen, wenn sie nicht kontrolliert werden. Deshalb ist es ratsam, regelmäßige Überprüfungen im Verlauf des Prozesses einzuplanen. Solche Checkpoints sorgen dafür, dass das Team abgestimmt bleibt, potenzielle Inkonsistenzen frühzeitig erkannt werden und der Ablauf reibungslos bleibt. Gerade gegen Ende lassen sich so böse Überraschungen vermeiden.

Beispiel: Bei einem mehrstufigen Due Diligence-Prozess könnten nach jeder großen Phase – etwa nach der Finanzanalyse, der Risikobewertung oder der operativen Prüfung – Review-Points eingeplant werden. Dadurch können Probleme frühzeitig adressiert werden, ohne den gesamten Prozess aus der Bahn zu werfen, was den Durchsatz erhöht und für einen berechenbaren Workflow sorgt.

Tipp: Kommuniziere die geplanten Review-Points an alle Beteiligten und schaffe Raum für Feedback. Diese regelmäßigen Überprüfungen verhindern, dass ungelöste Probleme auflaufen und stellen sicher, dass die Endbewertung umfassend und effizient ist.

5. Ein Scoring-System für konsistente, datenbasierte Entscheidungen entwickeln

Ein Scoring-System bringt Objektivität in den Due Diligence-Prozess und hilft, verschiedene Faktoren konsistent und quantitativ zu bewerten. Durch eine Scoring-Vorlage für zentrale Bereiche wie Finanzrisiko, Compliance und operative Passung können Unternehmen die Entscheidungsfindung verbessern und Engpässe durch subjektive Bewertungen reduzieren.

Überlege dir, eine Skala von 1 bis 5 für jede Kategorie festzulegen, wobei 5 geringes Risiko oder hohe Passung bedeutet und 1 auf höhere Risiken hinweist. So könnte etwa eine 4 in Finanzstabilität und eine 3 in Compliance auf einen soliden Akquisitionskandidaten hindeuten – mit ein paar Schwächen, die genauer geprüft werden sollten. Dieses Bewertungssystem vereinfacht nicht nur den Vergleich, sondern sorgt auch für Transparenz in der Entscheidungsfindung.

Tipp: Achte darauf, dass das Scoring-System an die speziellen Bedürfnisse deines Unternehmens angepasst ist. Über die Zeit kannst du die Kriterien verfeinern, um die für deine Branche relevanten Risikofaktoren besser abzubilden

Fazit: Ein proaktiver Ansatz für konsistente Due Diligence

Inconsistent Due Diligence zu beheben, ist der Schlüssel, um Engpässe zu minimieren und den Durchsatz zu erhöhen. Standardisierte Checklisten, klare Rollen, eine umfassende Dokumentation, regelmäßige Review-Points und ein Scoring-System schaffen eine stabile Basis für Due Diligence. Diese Konsistenz verbessert nicht nur die Entscheidungsqualität, sondern spart auch Zeit und Ressourcen bei gründlichen Bewertungen. In einer dynamischen Welt, in der gut fundierte Entscheidungen entscheidend sind, machen solche Schritte einen echten Unterschied – und lassen dein Unternehmen mit der nötigen Geschwindigkeit und Sicherheit handeln.

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